slide

Test: Gravity 3D Blu Ray

von  |   |  0 Kommentare

Das Weltraumdrama Gravity 3D mit George Clooney und Sandra Bullock wurde im Vorfeld mit viel Lob und Preisen überschüttet. Genau das hat mich skeptisch gemacht .Außerdem ist der Film ein Drama und aus dem Genre erwartet man in Sachen 3D zunächst einmal nichts. In normalem 2D würde ich persönlich diesem Film keine Beachtung schenken. Auch die Story wirkt auf den ersten Blick nicht umbedingt Abend- bzw. 91 Minuten-füllend:

Bullock spielt die brillante Medizintechnikerin Dr. Ryan Stone, deren erste Shuttle-Mission vom erfahrenen Astronauten Matt Kowalsky (Clooney) geleitet wird – nach diesem Einsatz will er seinen aktiven Dienst beenden. Doch während eines scheinbar ganz normalen Weltraumspaziergangs kommt es zur Katastrophe: Das Shuttle wird zerstört – völlig haltlos bis auf das Band zwischen ihnen trudeln Stone und Kowalsky mutterseelenallein in die Finsternis. Aufgrund des ohrenbetäubenden Schweigens wissen sie, dass sie den Kontakt zur Erde verloren haben… und damit jede Chance auf Rettung. Ihre Angst schlägt um in Panik, während jeder Atemzug ihren kleinen Vorrat an Sauerstoff reduziert. Dennoch erfordert die einzige Möglichkeit einer Rückkehr zunächst einen weiteren Vorstoß in die grausige Grenzenlosigkeit des Raums.

Der Film hält sich nicht mit einem langsamen Einstieg in die Story auf, weder das Astronautentraining auf der Erde noch der Spaceshuttlestart werden gezeigt, es geht sofort im Weltraum los. Überraschend ist daran, dass der Zuschauer innerhalb weniger Minuten von der Atmosphäre gefangen wird. Die langsamen Kameraschwenks vermitteln einem schnell ein Gefühl für die Schwerelosigkeit im All, das im Filmgeschäft seinesgleichen sucht. Eigens für diese Produktion mussten neue Kameras entwickelt werden, die sich um 360 Grad in alle Richtungen drehen können. Ein Vorteil der Kameras: sie können den Astronauten perfekt folgen und es muss kein Cut mit anschließend neuer Kameraperspektive gezeigt werden. Dies verleiht dem Film eine zusätzliche, sehr angenehme Ruhe.

Hektisch und sehr dramatisch wird es im Film, wenn die Musik dunkler und bedrohlicher wird und der Zuschauer ahnt, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird. Das Unheil wird musikalisch angekündigt, was der Dramatik aber auf keinen Fall schadet, eher verstärkt die immer schneller werdende Musik die Situation noch. An diesen Stellen wirkt der Film fast wie ein Gruselfilm. Und wenn es dann kracht, die Katastrophe über Dr. Ryan Stone und Matt Kowalsky hereinbricht, nimmt auch die Kameraführung sehr viel an Fahrt auf  und es wird hektischer. Dieser Mix aus vielen ruhigen Momenten und einigen dramatischen Abschnitten ist phantastisch.

Bei den Explosinen wundert man sich, dass es kaum Geräusche von der chemischen Reaktion zu hören gibt, doch dann beginnt man zu begreifen, dass dies im All ganz normal ist, und schon wirkt die Szene noch beklemmender.

Die Special Effects spielen natürlich auch eine große Rolle, sie sind eine Augenweide! Noch nie wurde der Weltraum so realistisch simuliert. Gar nicht satt sehen kann man sich an den entspannten Panoramaszenen mit der Erde imVorder- oder Hintergrund. Unfassbar schöne Full-HD Bilder.

3D: Die Stereoskopie macht diesen Film erst zum Meisterwerk. Die Astronauten, die Raumanzüge, die Außenarbeiten am Teleskop, das Spaceshuttle, die Internationale Raumstation ISS, die Actionszenen, alles wird perfekt dreidimensional in Szene gesetzt. Ghosting und andere bekannte 3DFehler gibt es nicht.

Pop-Ups: Ja, selten, aber gut – Gegenstände, die durch die Schwerelosigkeit vor dem Fernseher schweben, sehen stark aus, auch wenn es sich z.B. nur um Kugelschreiber oder andere Gebrauchsgegenstände handelt. Ein großer Bonus sind die Pop-Ups, die zu einer Schrecksekunde führen,  zu einem Moment, in dem das Gehirn des Zuschauers für eine Sekunde plötzlich ganz stark davon überzeugt ist, dass ein Gegenstand auf einen wirklich zurast und eine Reaktion des Körpers provoziert  (Man zuckt zusammen um auszuweichen, schreit vor Schreck auf) . Solche Pop-Up Schrecksekunden wünscht man sich in jedem 3D-Film, man bekommt sie aber selten.

Es gibt einen Minuspunkt: Auf der 3D Blue-Ray befindet sich nur eine deutsche Dolby Digital 5.1 „Tonspur“. Für eine DVD reicht das aus, aber in der heutigen HD- und 3D Zeit sollte DTS-HD 5.1 schon drin sein, DTS-HD 7.1 wäre noch besser.

Fazit: Ein Meisterwerk, weil es so einen Film in dieser Authentizität noch nie gab. Wichtig ist, um nicht enttäuscht zu werden, dass man sich darüber im Klaren ist, dass dies kein Action- oder Sci-Fictionstreifen ist sondern ein Weltraumdrama. Die Betonung liegt auf Drama! Wie eingangs schon erwähnt, für ein Drama kann ich mich normalerweise nicht so sehr begeistern, aber Gravity 3D muss man gesehen haben. Dass der Film viele ruhige Momente hat, dürfte nicht jedem schmecken.

GRAVITY

 

Spielfilmlaufzeit: ca. 91 Minuten

3D Bewertung- und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– ja

– nein

– ja

– ja

– ja

– sehr gut

– sehr gut

 

– sehr gut

 

 

Schlagwörter:

Teile diese Nachricht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.