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Test: Transformers‬: Ära des Untergangs 3D Blu-Ray

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Mit der „Transformers‬: Ära des Untergangs 3D“ Blu-Ray erscheint der letzte Transformers Film von Michael Bay. Der Vorgänger „Transformers: Dark of the Moon“ ist ein 3D-Referenzfilm, der das Spielzeug-Franchise wieder auf Kurs brachte. Die Story war nicht überragend, aber auch nicht grotten schlecht und das 3D ist und bleibt Zucker. Ob der Nachfolger noch einen draufsetzen kann?

Die Story: Der verwitwete Erfinder Cade Yeager schleppt einen Schrottlaster ab, der sich als Ober-Autobot Optimus Prime entpuppt. Dadurch werden Yeager, seine Teenietochter und deren Freund in einen globalen Konflikt verwickelt. Denn das CIA koordiniert mit der KSI-Corporation ein neues Waffenprogramm, für das Kampf-Transformer gebaut werden, um alle verbliebenen Autobots auszuschalten. Der folgende Transformer-Krieg gerät zur Materialschlacht, die quer über den Kontinent, in ein riesiges Raumschiff und schließlich nach China führt.

Der Film steigt langsam in das Geschehen ein, was eher untypisch für einen Transformers Film ist, und stellt die Hauptakteure vor und wie die Welt nach dem dritten Transformers Teil aussieht. Bis auf eine kleine ca. 5 Minuten lange Actionszene bieten die ersten 30 Minuten atemberaubende und zugleich ruhige, angenehme Aufnahmen. Klingt eher unspektakulär, ist aber schön anzusehen. Ab der ersten Sekunde ist der erste Eindruck wow, sieht das 3D schön aus. Tolle, satte, grüne Landschaftsaufnahmen von Texas mit einem kleinen Bauernhof, auf dem die Handlung seinen Lauf nimmt. Das räumliche Gefühl und das perfekte Bild mit Kontrast und Farben ist sogar noch besser als in T3!

Auch sonst gibt es weitere Unterschiede zu den Vorgängern: Verfolgungsjagden mit Autos, die keine Autobots sind, die wirklich schick daher kommen und längere Kampfszenen Mann gegen Mann sind angenehme Abwechslungen.

Das räumliche Empfinden der Stereoskopie ist das Beste, was er zur Zeit gibt. Und die 3D-Pop Outs / Pop Ups ? Da erwartet einen ein Feuerwerk, das bis zum Ende abgefeuert wird und im 3D-Genre seines gleichen sucht. Nur „Spider-Man 2 3D“ fällt mir spontan ein, der ebenfalls durchgehend ein konstant hohes Level an Pop Ups bietet. Das Bild bleibt scharf und lässt nichts zu wünschen übrig. Es hat sich gelohnt, echte 3D-Kameras an den Drehsets in Amerika und Asien zu verwenden. Erneut eine Steigerung zu Transformers 3.

Der dritte Punkt, auf den viele Fans des dreidimensionalen TVs stehen, sind die seltenen Schrecksekunden, bei denen man zusammenzuckt; so intensiv ist das Gefühl, dass etwas wahnsinnig schnell auf einen zukommt. Und ja, es gibt sie, mehrmals, das lässt keine Wünsche übrig.

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Hört sich bislang alles gut an, nicht wahr? Leider, leider komme ich jetzt zu dem Teil, der diesen Film mehr oder weniger versaut hat. Ich kaufe Mark Wahlberg und Nicole Peltz nicht ab, dass die beiden Vater und Tochter sind. Peltz wirkt eben nicht unbedingt wie ein 16 Jahre altes Mädchen und Mark Wahlberg sieht zu jung und knackig aus, als dass er Vater einer solch frühreifen Tochter wäre. An diesem Umstand könnte ich mich die ganze Zeit aufziehen, wären da nicht die extrem unterirdischen Dialoge der Figuren. Ich liebe Transformers , aber selbst ich muss immer wieder stönen, wenn zum Beispiel der blaue Transformers Ninja seine Kommentare abgibt. Ich bin nicht anspruchsvoll, ich mag es, mein Hirn auszuschalten, aber das geht mir bei „Transformers: Ära des Untergangs“ dann doch zu weit. Ich mag den dritten Teil in 3D, und mit dem kann man so ziemlich jeden davon überzeugen, dass 3D zu Hause qualitativ gut ist.

195 Minuten lang ist der Film, und irgendwie merkt man es dem Streifen auch an. Mehrmals ist man sich sicher, dass es jetzt wohl zum finalen Kampf kommen könnte,  aber es geht weiter.  Normalerweise findet man es ja schön, dass der Film noch ein Stückchen weiter geht, aber hier reicht es selbst mir als Transformers Fan. 2/3 des Films sind mehr oder weniger okay, aber das letzte Drittel ist zu viel des Guten. Die Produzenten, zu denen Steven Spielberg gehört, meinten es sicher gut mit uns Fans, haben aber den Bogen überspannt.

Eine Dolby-Atmos Ton Spur für 3D Sound bietet die 3D-Blu Ray, zwar nur auf Englisch, aber immerhin. Leider kann ich zu diesem Thema noch nichts schreiben.

Fazit: Ein 3D-Referenzfilm, aber der Film an sich, puhh – selbst als Transformers-Fan bin ich zwiegespalten. Es ist die totale Überdosis an Action und Robotertechnik. Meine Empfehlung: ein bisschen warten, bis der Film von seinem Startpreis (ca. 25 Euro) runter ist und günstiger wird. Der Vorgänger wirkt eher aus einem Guss und bietet noch immer sehr gutes 3D und nicht so total hohl wirkende Dialoge. Wer aber das höchste der Gefühle in Sachen „3D – Stand der Technik“ sehen will, muss wohl oder übel zugreifen.

Spielfilmlaufzeit: 195 Minuten

Erscheinungstermin: 11. Dezember 2014

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– ja

– nein

– ja

– ja

– ja

– sehr gut

– gut / sehr gut

 

– sehr gut

Videotest vom Kinomagazine SPÄTVORSTELLUNG:

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Kommentar (1)

  • John Xisor says:Januar 22, 2015 02:44 pm

    Der Film war ok. Mit 192 Minuten sicher etwas lang aber man hat sich unterhalten gefühlt auch wenn einmal ansehen für meinen Geschmack reicht. Das 3D war ganz gut, ich hätte aber bei der Laufzeit mir noch mehr eindeutigere Pops gewünscht. Referenz bedingt, meiner Meinung nach wird das immer noch von „Die fantastische Welt von Oz“ und „Guardians of the Galaxy“ getoppt.

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