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Test: Ant-Man 3D Blu Ray

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Da ist er nun, der letzte Film von Marvel Comics in diesem Jahr, „Ant-Man 3D“. Im Vorfeld wollte ich mir diesen Film ganz sicher nicht kaufen. Ich war als Avengers Fan einfach sauer über das durschnittliche 3D von „Age of Ultron“. Der neuste Avengers Film bietet nicht so ein tolles 3D Erlebnis wie Marvels „Guardians of the Galaxy 3D“. Das war ein Rückschritt. Warum soll man dann die „Ant-Man 3D Blu Ray“ kaufen? Leider (?) war meine Neugierde zu groß und ich hab nun doch die 3DBR gekauft. Ob Marvel sein 3D Niveau wieder angehoben und sich ein „GUT“ in der Gesamtbewertung erarbeitet hat? Oder bleibt man auf einem durchschnittlichen „befriedigend“ a la Avengers?

Die Story: Comicverfilmung rund um den Biochemiker Dr. Hank Pym (Michael Douglas), der nach einem missglückten Experiment mit Insekten kommunizieren und sie kontrollieren kann und diese Fähigkeit später an den geläuterten Meisterdieb Scott Lang (Paul Rudd) weitergibt. Lang hilft seinem Mentor Pym, das Geheimnis des speziellen Ant-Man-Anzugs, mit dessen Hilfe sie sich auf Ameisengröße schrumpfen können und gleichzeitig an Stärke gewinnen, davor zu bewahren, in falsche Hände zu geraten. Gemeinsam planen sie einen Raub, bei dem nicht weniger als das Schicksal der Erde auf dem Spiel steht…

Der Film handelt in den ersten 20 Minuten von dem missglückten Leben von Meisterdieb Scott Lang. Die ersten Szenen mit Lang im Knast sehen schick aus mit einer guten Tiefenwirkung, deren Qualität man auch schon bei „Avengers: Age of Ultron 3D“ sehen konnte. Bisweilen würde ich sogar sagen, dass das räumliche Gefühl noch einen Tacken besser ist als bei Thor und den anderen Superhelden. Besonders interessant wird es für den 3D Fan ab dem Moment, in dem Scott den Ant-Man Anzug trägt und erste Gehversuche als geschrumpfter Mensch unternimmt. Man fühlt sich unweigerlich an „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ erinnert mit dem großen Unterschied, dass man die Größenunterschiede perfekt durch das 3D wahrnehmen kann. Klar, in 2D kommt das auch gut rüber, aber die Tiefe des Bildes ist immer wieder ein Genuss. Es ist schon eine Weile her, dass ich wegen des 3D ein „wooow“ und „boahhhhh“ aus mir herausgebrüllt habe.

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Wie wichtig und gut das räumliche Feeling bei Ant-Man ist, kann man zum Beispiel in der Badewannenszene sehen. Scott wird in der Badewanne geschrumpft und ist so groß wie eine Ameise. Als der Wasserhahn aufgedreht wird, ergießt sich über ihn eine gigantische Welle – eine perfekte Situation für die Stereoskopie. Die Wassermassen sehen unglaublich aus und Scotts Kampf mit der übergroßen Welt sieht in 3D phantastisch aus. Um in ein Gebäude zu gelangen, muss der Ant-Man durch die Wasser- und Abflussrohre „kriechen“. Hier haben sich die 3D Macher selbst übertroffen, denn die Rohre, die mit dem Wasser zusammen wie eine gigantische Wildwasserrutsche rüberkommen, sehen unendlich lang aus. Das Gefühl, dass sich der Raum  im Fernsehen / der Leinwand noch 30 Meter weiter in die Tiefe erstreckt, ist sehr gut. Sicherlich haben die Macher hier intensiv Hand angelegt und auf das einfache Einsetzen von Computerprogrammen verzichtet, die das 2D Bild in ein dreidimensionales Bild umrechnen. Solche „perfekten“ 3D Momente erlebt man bei Ant-Man immer wieder. Klasse Arbeit. Ein Vorteil übrigens gegenüber Filmen wie „Terminator: Genisys 3D“, es gibt kaum bis gar keine Szenen, die in Dunkelheit spielen, so dass die Tiefe immer auf einem guten Level bleibt.

Kommen wir zu den Pop Outs, die in der letzten Marvel Verfilmung gar nicht erst zum Einsatz kamen. Ist Marvel dieses Mal wieder so bequem und verzichtet auf diese verdammt coole 3D Spielerrei? Nach 20 Minuten ragt ein Holzbalken von einem Strommasten in den Raum hinein, allerdings unscharf, wodurch man als Zuschauer seine Augen auf die Person an dem Mast richtet. Soll es das schon gewesen sein, eine unscharfe Aufnahme von einem Gegenstand? Macht der Ant-Man einen auf „Avenger“? Zum Glück nicht. Es gibt genug Pop Outs, mehr als eine Handvoll, was ja heutzutage auch nicht sooo selbstverständlich ist.

Allerdings sind nicht alle Pop Outs auch perfekt ausgeführt und gelungen. Als ca. 3/4 des Streifens vorbei sind, fliegt Scott auf dem Rücken einer Ameise mit Flügeln aus der Leinwand bzw. dem TV heraus. Das sollte richtig cool rüberkommen, aber irgendwie passt da etwas nicht so gut zusammen und so wird aus einem tollen Moment eher ein schwacher. In anderen Situationen gelingen den Machern gute Ergebnisse bei diesem Wertungsabschnitt, aber nicht alle Pop Outs sind 100% rund. Hier fängt dann aber langsam das „Heulen auf hohem Niveau“ an, wie ich selbst zugeben muss.

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Fazit: Ant-Man ist nicht so bekannt wie die Avengers, Marvel hat dem Ameisenmann ein deutlich besseres 3D spendiert als seiner Heldengruppe. Ein Film wie Ant-Man wirkt wie geschaffen für die Stereoskopie. Jeder kann ohne Sorge zuschlagen, totale Referenz würde ich hier nicht ausloben, aber die Leistung ist gut. Damit hatte ich nicht gerechnet. Schön Marvel, diese 3D Qualität solltet du immer für deine Produkte einsetzen, erst recht bei den Avengers (na ja, man wird ja noch Träume haben dürfen).

 

Spielfilmlaufzeit: 117 Minuten

Erscheinungstermin: 3. Dezember 2015

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– nein

– nein

– ja

– ja

– nein

– gut / befriedigend

– befriedigend / gut

 

– gut

 

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