Kopfschmerzen durch 3D? Wissenschaftler präsentieren zum ersten mal echte Ergebnisse

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Die Verbindung zwischen 3D Filmen und Kopfschmerzen wurde nie wissenschaftlich untersucht. Zum ersten Mal haben nun Wissenschaftler und Forscher die Risiken für Kopfschmerzen während oder nach dem Schauen von 2D und 3D Filmen unter die Lupe genommen. 6.000 speziell für dieses Thema designte Fragebögen wurden an Kinobesucher verteilt.

1293 Personen gaben die Fragebögen ausgefüllt zurück, 390 Männer und 901 Frauen, zwei Personen gaben ihr Geschlecht nicht an.  Das Durchschnittsalter lag bei 33 Jahren. 567 (44.2%) der Zuschauer waren in einem 3D Film und 715 (55.8%) besuchten einen 2D Film.

1.61% der Kinobesucher gaben an, dass sie mehr an Kopfschmerzen während oder nach 3D Vorführung litten als bei einem 2D Film (11.1% in 3D vs. 7.2% in 2D, p = 0.017).

Eine Überraschung gab es bei den weiblichen Kinogängern! Das Risiko, Kopfschmerzen zu bekommen, war bei Frauen bei 2D Filmen höher als bei 3D Filmen!

Unter allen 3D Zuschauern waren Besucher, die schon zuvor Kopfschmerzen bei 3D Filmen hatten, das Risiko wieder Kopfschmerzen zu bekommen, 4 mal höher als normal (4.17%). Die Kinogänger mit dem höchsten Risiko waren Menschen mit Migräne, hier lag die Gefahr, mit Kopfschmerzen aus der 3D Vorstellungen zu gehen, 3.37 mal so hoch wie normal .

Menschen mit erhöhtem Risiko sind Menschen mit Migräne und junge Frauen (die Studie weißt darauf hin, dass Frauen öfter in ein Kino gingen als  Männer). Basierend auf den Ergebnissen der Studie, empfiehlt man den Risikogruppen, eine passive 3D Brillen Technik zu benutzen und so weit wie möglich von der Leinwand entfernt zu sein.

Außerdem legen die Daten nahe, dass man eher Kopfschmerzen bekommt, wenn man im vorderen Drittel eines Kinosaals sitz. Die Wahrscheinlichkeit Kopfschmerzen zu entwickeln, wenn man vorne sitzt, ist höher als bei allen anderen Sitzbereichen.

Fazit: Grundsätzlich zeigen die Daten, dass viele Menschen mit Migräne Probleme bekamen. Die Daten lassen vermuten, dass das visuelle System Einfluss auf die Migräneattacken hat. Migränepatienten scheinen möglicherweise sensibler für Lichtstimulation zu sein.

Bei all den Daten sollte man eins nicht vergessen, wer bisher keine Probleme beim 3D schauen hatte, wird auch in Zukunft keine Probleme bekommen.

Wer an den genauen Details und Prozentzahlen der Untersuchung interessiert ist, dem empfehle ich die Quelle, in der es weitere Mengen an Daten und Infos gibt.

 

Photo by : Chris Metcalf via Wikimedia Commens

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