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Test: Terminator Genisys 3D Blu Ray

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Um es vorweg zu nehmen, ich liebe die Terminator Filme. Dass man das Gefühl von Teil 1 und 2 nie wieder erreichen wird, ist logisch, davon geht hoffentlich jeder aus. Teil 3 und 4 ließen doch etwas zu wünschen übrig. Wie sehr ich diese Sci-Fi Reihe liebe, zeigt meine Begeisterung und mein Blu Ray Kauf der Terminator Serie „The Sarah Connor Chronicles“. Besonders die zweite Staffel nahm deutlich an Fahrt auf, wurde dann aber leider eingestellt.

Im Vorfeld habe ich fast nur kritische Stimmen zu Genisys gehört. Und zu allem Überfluss wurde in einer Filmgruppe auf Facebook der Kommentar hinterlassen, dass man sich das 3D schenken kann. Puhhhh, ich habe ein bisschen Angst um den Film. Mal sehen, ob das alles wirklich soooo schlecht ist. Und dann ist da noch der englische 3D Dolby Atmos Sound, auf den ich sehr gespannt bin …

Die Story: Die Erde im Jahr 2029: John Connor (Jason Clarke), Anführer der Rebellion des menschlichen Widerstands, führt einen erbitterten Krieg gegen das übermächtige Maschinen-Imperium von Skynet. Um seine Mutter Sarah Connor (Emilia Clarke) vor einem Killer-Cyborg zu schützen und damit seine eigene Existenz sowie die Zukunft der Menschheit zu retten, schickt John seinen loyalen Freund und Mitstreiter Kyle Reese (Jai Courtney) zurück ins Jahr 1984. Auf das, was ihn im Los Angeles der Vergangenheit erwartet, ist dieser jedoch nicht im Geringsten vorbereitet: Ein unvorhergesehenes Ereignis hat alles verändert und die Zeit, in die er von Connor zurückgeschickt wurde, existiert nicht mehr. Der Kampf zwischen Mensch und Maschine, Gut und Böse steht unaufhaltsam bevor – kann er mithilfe eines unverhofften Verbündeten (Arnold Schwarzenegger) den Tag der Abrechnung verhindern?

Bevor der Film startet, erscheint das 3D Menü. Die Tiefe sieht ganz nett aus und ein erstes Pop Out wird kurz gezeigt, die silbernen Stichwaffen des T-1000 ragen aus dem TV heraus. Okay, also wenn das Level gehalten wird, ist Terminator absolut im 3D Zeitalter angekommen, aber ich will mich nicht zu früh freuen.

Die Geschichte steigt mehr oder weniger gemächlich ein. Das räumliche Gefühl kann sich sehen lassen. Gut, Referenz würde ich das nicht nennen, aber die Qualität lieg über der Note „befriedigend“. Was einem hier in den ersten 20 Minuten geboten wird, ist ein tolles 3D Erlebnis (siehe Foto). Und der Rest des Films? Er geht ja schließlich über 120 Minuten hinaus. Da sieht die Bewertung etwas gemischter aus.

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Das Level der Räumlichkeit nimmt im Laufe des Films immer mal wieder ab. Grundsätzlich würde ich dies mit einem „befriedigend“ bewerten, doch hin und wieder sackt die Qualität fast schon auf ein befriedigend minus oder ein starkes ausreichend plus ab. Bitte versteht mich nicht falsch, die meisten Zeit über wird eine gute bis befriegende Qualität erreicht. Es ist ganz offensichtlich, dass bei dem räumlichen Feeling teilweise mehr Manpower und Zeitaufwand investiert wurde. Aber ab und an sackt diese Leistung ab, zwar nur für kurze Momente, aber ich will hier ja ausführlich und ehrlich die Filme testen. Aber keine Panik, ich „heule“ hier jetzt grade auf hohem Niveau! Beim Vergleich mit anderen 3D Releases kann Arnie in 3D locker mithalten. Schön, ich hatte schon etwas Angst bei diesem Punkt.

Kommen wir zu den Pop Outs / Pop Ups, Gegenstände, die aus dem Fernsehen und der Leinwand herausragen und -springen. Sofort zum Start war ich geschockt von dem Staub und den Russflug. In fast allen 3D Hollywoodproduktionen wird Staub oder Schnee oder Regen durch kleine Pop Outs im Wohnzimmer simuliert, Genisys aber lässt diese einfachen 3D Effekte im gesamten Wohnzimmer umherfliegen. Ich habe noch nie einen realen Film gesehen, bei dem Staubpartikel so nah an den Zuschauer „heran“ kamen. Also bei diesem Punkt, der unten in der Bewertungsbox einen eigenen Punkt hat, ist Genisys von nun an das Höchste der Gefühle. Aber ob die richtigen Pop Outs, die Gegenstände, die viel wichtiger für die Endbewertung sind, auch so gut sind?

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Eingangs hatte ich erwähnt, dass im Menü schon Ansätze von Pop Outs zu sehen sind. Im Film wird zum Glück eine ordentliche Schippe draufgelegt. Die angesprochene Szene von oben sieht man schon im Trailer, der flüssige T-1000 Terminator verformt seine Arme in scharfe Metallmesser, eine Homage an den Film Terminator 2 . Das wirkt in der Story an sich cool, aber in 3D ist es noch sooooo viel cooler, denn die beiden „Messer“ ragen ins Wohnzimmer / Kinozimmer. „Geil“! wird da jeder Terminator-Fan schreien! Diese Momente ziehen sich durch den gesamten Streifen.  Wiederholt bekommt man gute Pop Outs geboten.

Richtig perfekt wird es, als die erste von zwei Schrecksekunden über den Bildschirm flimmert. Pop Outs, die so schnell aus der Leinwand springen, dass der gesamte Körper  (des Zuschauers) zusammenzuckt.  Paramount Pictures meinen es gut mit uns. Ich hatte mit solch einer Qualität wirklich nicht gerechnet.

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Dolby Atmos Test: Den neuen 3D Sound gibt es auch bei Terminator Genisys* zu genießen, zwar nur auf Englisch, aber egal, besser als nichts. Wie beim 3D wird man auch hier nicht enttäuscht, vor allem in den ersten 30 Minuten werden nicht nur der Subwoofer, sondern auch die Boxen unter der Decke kräftig in Anspruch genommen. Dass dies über den Film hinweg deutlich abnimmt, erscheint logisch. Was will man auch von oben kommen lassen, wenn eine ruhige Filmszene läuft. Gerade der Einsatz von Raketen hört sich irre an, wenn diese gefühlte 20 cm rechts an einem vorbeifliegen.

Jedes Mal, wenn etwas von „oben“ kommen sollte, kommt auch etwas aus den Boxen. Ob das Dolby Atmos von Terminator besser ist als das Atmos von Mad Max, kann ich leider noch nicht genau sagen. Atmos Fans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten!

*Terminator Genisys erscheint in Deutschland erst am 20. November. Ich habe mir den Film aus Italien kommen lassen. Dort ist die 3D BR drei Wochen vor dem dt. Verkaufsstart erschienen (inklusive Versandkosten immer noch 4 Euro günstiger + mit deutschem Menü & Sound) . Schade, dass Europas größter und wichtigster Filmmarkt, Deutschland, so stiefmütterlich behandelt wird.

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Fazit: Mein Traum wurde erfüllt, gescheite Stereoskopie (Schulnote 3) bei der Terminator Fortsetzung. Wer 3D Filme liebt, kann zuschlagen. Und die Story ist längst nicht so schlecht wie viele andere behaupten!!! Okay Paramount, meintewegen könnt ihr gerne einen weiteren Terminator Film in 3D produzieren, ich wäre sofort bereit, wieder die 3D BR zu kaufen!

 

Spielfilmlaufzeit: 120 Minuten

Erscheinungstermin: 19. November 2015

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– nein

– nein

– ja

– ja

– ja

– befriedigend

– gut

 

– befriedigend

 

Videotest vom Kinomagazine SPÄTVORSTELLUNG:

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