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Test: Terminator 2 – Tag der Abrechnung 3D Blu Ray

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Nach 25 Jahren erschien diese Woche die 3D Blu Ray von Terminator 2 – Tag der Abrechnung. Wie schon bei Jurassic Park und Titanic spendierte James Cameron seinem T2 Film eine 3D Version. Als Terminatorfan bin ich sehr gespannt auf die Stereoskopie-Version. Wie gut oder schlecht ist die Tiefe des Bildes, wenn viele Szenen bei Nacht und eher schlechten Lichtverhältnissen stattfinden? Und wird es Pop Outs geben, und wenn ja, wie viele, wie gut sind sie? Ich hoffe zum Beispiel darauf, dass Arnie seine Pump Gun auf dem Morrorad in das heimische Heimkino hält, aber wird es den Lauf der Kanone wirklich als Pop Out geben?

Das Intro mit der apokalyptischen Musik macht in den ersten 60 Sekunden nicht wirklich viel her, irgendwie merkt man dem Bild an, dass dies nicht die allerneuste Hollywoodproduktion ist. Zum Glück trügt dieser erste Eindruck, denn als der „Rückblick“ in die Zukunft beginnt, sieht das Bild schon dreidimensionaler aus. Seine volle 3D Pracht entfaltet der Film, nachdem Arnold Schwarzenegger in der Rocker Bar sein Lederoutfit angelegt hat. In der Barszene wirken einzelne Momente etwas flach, allerdings nur für Sekunden. Überraschenderweise sieht die Tiefe perfekt aus, als die Köpfe und Oberkörper der Bargäste gezeigt werden. Spätestens nachdem Arnie die Bar verlassen hat, kommt richtiges 3D Feeling auf. Es sieht einfach klasse in 3D aus, wenn Arnold zum ersten Mal auf dem Motorrad Platz nimmt. Als der Barkeeper versucht, den Terminator mit einem Gewehr aufzuhalten, bin ich endgültig überzeugt – das hier wird ein 3D Augenschmaus. Wie klasse doch der Chef der Bar mit seinem Gewehr in 3D aussieht.

Den gesamten Film über erreicht die Tiefe des Bildes Werte von „gut“ bis „sehr gut“, beachtlich für einen so alten Film. Dabei fällt auf, dass ca. 80% der Szenen, in denen ein Motorrad oder Auto im Mittelpunkt der Handlung steht, besonders dreidimensional wirken. Hier müssen Cameron und seine Leute extra Hand angelegt und viel Zeit investiert haben. Noch nie sahen Motorräder in 3D so cool  aus. Hin und wieder kommt es vor, dass die Tiefe etwas abnimmt, als ob das Team bei der Konvertierung einige Sekunden vergessen hat zu bearbeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen 3D Filmen bietet der Film nicht nur bei den Motorradszenen ein Aha-Erlebnis. Ein guter 3D Film sollte ca. 5 Szenenbilder haben, die einen in 3D umhauen, einem bestätigen, dass sich der 3D Kauf gelohnt hat. T2 hat unzählige solcher Szenen. Die Verfolgungsjagd in dem ausgetrockneten Wasserkanal mit John und Arnie, die vom T1000 in einem Truck verfolgt werden, ist ein absoluter Hingucker. Die größte Überraschung sind aber die Nachtszenen, die meistens traumhafte 3D Ergebnisse liefern. Ich weiß nicht, ob man sich hier extra viel Mühe gegeben hat oder ob die Lichtverhältnisse schon damals so vorteilhaft eingesetzt wurden, dass sie die Dreidimensionalität im Nachhinein unterstützen. Wenn man die Nachtszenen von Terminator: Genisys 3D mit T23D vergleicht, muss man bis auf einige Schnitzer T2 als Sieger ausrufen. Wieso hat man das bei Genysis nicht so gut hinbekommen? Ein echter Hingucker sind übrigens auch Szenen, in denen nur Köpfe eines Schauspielers zu sehen ist. Gerade bei den Marvel 3D Filmen rutscht die Tiefe des Bildes gerne nach unten, aber bei Terminator 2 wirken diese Szenen meistens perfekt ausgearbeitet. Und dieses phantastisch klare, saubere Bild dazu! Genial.

Thema Pop Outs. In den beiden anderen nachträglichen Konvertierungen von James Cameron gab es vereinzelt Pop Outs, nur ein paar. Bei T2 sieht das ganz anders aus! Die Qualität und Intensität der Dinge, die aus dem TV herausragen, nimmt im Verlauf des Film immer weiter zu. Das erste Pop Out recht früh im Film, als das Haus von John Connors Pflegeeltern zum ersten Mal gezeigt wird und das Wasser des Rasensprengers in das heimische Wohnzimmer spritz. Nicht viel, aber immerhin. Richtig interessant wird es bei diesem Bewertungspunkt, als der T1000 und Arnie sich im Gang des Einkaufszentrums mit Schusswaffen gegenüber stehen. Die Pump Gun von Arnie ragt nur minimal aus der Leinwand, aber als der flüssige, böse Terminator schießt, ragt die Pistole deutlicher aus dem Bild heraus und man ist begeistert, als dann beim Nachladen das Magazin der Pistole aus der Waffe und nach unten aus der Leinwand fällt. Das erste große Highlight ist aber Arnies Pump Gun nach der Verfolgungsjagd im Wasserkanal. Geil, darauf hatte ich gehofft. Und auch später gönnt man uns immer wieder Momente, in denen der Lauf von Arnies Waffe aus der Leinwand hinaus in das heimische Wohnzimmer ragt. DANKE. Meine Hoffnung wurde in diesem Punkt mehr als erfüllt.

Fazit: Wer ein Terminator- und 3D Fan ist, muss sich diese 3DBR kaufen. Auch wenn es für eine perfekte Spitzenbewertung nicht reicht (die ist leider einem Film wie Transformers 5 vorbehalten , echte 3D Kameras sind eben doch noch ein Unterschied), kann ich das 3D nur empfehlen. Es steckt so manchen neuen Film in die Tasche. Ein 25 Jahre alter Klassiker der Filmgeschichte, der auch in 3D ein absolutes Erlebnis ist. DANKE Studio Canal für dieses Geschenk.

 

Spielfilmlaufzeit: 156  Minuten

Erscheinungstermin: 23. November 2017

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

3D Fazit

– nein

– nein

– ja / teilweise

– ja

– nein

– gut / sehr gut

– gut

– gut / sehr gut

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