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Test: Star Trek Beyond 3D Blu Ray

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Captain Kirk, Scotty, Zulu, Spok und die anderen Crewmitglieder brechen in ein neues Abenteuer auf. Darauf bin ich sehr gespannt, denn der Vorgänger „Star Trek Into Darkness“ ist auch drei Jahre später noch immer ein 3D Genuss für jeden Sci-Fiction Fan. Und im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es bei der „Star Trek Beyond 3D Blu Ray“ keine nervigen Lichter auf der Kameralinse, die als Special Effects eingebaut wurden. Ein Effekt, den J.J.Abrams in Interviews als großen Fehler bezeichnet hat.

Die Story: Auf ihrer Forschungsmission gerät die Enterprise in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind.

Bevor der Film startet, kann man bei den Filmschnipseln im Hintergrund des 3D Blu Ray Menüs Szenen entdecken – die coole Raumbasis und z.B. auch Spok, wie er mit gezogener Waffe von vorne gefilmt wird. Das schreit ja förmlich nach Pop Outs, aber dazu später mehr. Im Gegensatz zu „Into Darkness“ startet die Geschichte nicht mit einer hektischen Action Szene sondern mit einem Captain Kirk, der in diplomatischer Mission ein Geschenk an eine „neue“ Rasse von Außerirdischen übergeben will. Wenig später befindet sich Kirk wieder auf seinem Schiff und steuert die atemberaubende Raumstation an und die Tiefe des Bildes sieht klasse aus, schöne Farben und eine sehr gute Tiefe, wie man es erwartet hat. Doch in den ersten 30 Minuten spielen sich viele Szenen in den Gängen und auf der Brücke einer Enterprise ab. Aus welchen Gründen auch immer –  die Lichtverhältnisse sind in den Gängen nicht so hell und strahlend weiß, wie man es gewohnt ist. Immer wieder fragte ich mich beim Schauen, warum zum Teufel der Regisseur hier ein gedimmtes Licht hat einbauen lassen. Das ist keine gute Idee beim Thema Stereoskopie! Die Tiefe erreicht hier wirklich nur ein „gut“, wo man, hätte man die „alten“, hellen Gänge, ein „sehr gut“ bekommen könnte. Jetzt könnte man meinen, dass die Brücke der Enterprise heller beleuchtet ist, aber auch da ist gedimmtes Licht angesagt, und wenn die Oberkörper und Köpfe der Schauspieler ins Bild kommen, stehen die Figuren immer im Schatten. Dafür sind die Computeranzeigen heller, was gut aussieht, aber warum muss es überall sonst gedimmtes Licht geben?

 

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Erst als einige Crewmitglieder einen fremden Planten betreten, fällt einem die tolle Tiefe auf und ich könnte von einem gut bis sehr gut sprechen. Aber wo Licht ist, ist auch immer Schatten, wortwörtlich. Zum Glück ist nicht der ganze Film so dunkel wie in der ersten halben Stunde, aber es zieht die 3D Bewertung nach unten, und das total unnötig. Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass die Tiefe gut genug ist, um mit den meisten 3D Filmen locker mithalten zu können, und wenn im Schatten Laser oder Computeranzeigen in das Blickfeld kommen, macht die Räumlichkeit eine Menge her. Aber am Ende bleibt mir nichts anderes übrig, als nur ein „gut“ bei der Beurteilung zu geben. Vor einer Woche erschien Star Wars in 3D, da ist alles perfekt. Und diese Schatten-Problematik gab es in „Star Trek Into Darkness“ nicht!

Ich habe schon Kommentare im Internet gelesen, die der Meinung waren, dass der Abspann das beste 3D bieten würde. Irgendwie haben diese Leute leider recht.

Von den Dingen, die aus der Leinwand bzw. Fernseher heraus kommen, bin ich enttäuscht. Der Vorgänger hatte coole Pop Outs, aber ein Knallerding in diesem Film suche ich vergebens. Die vielen kleinen Alienraumschiffe „scheinen“ zwar schnell in die Leinwand zu fliegen, aber das kann Star Wars deutlich besser, und ob da überhaupt etwas aus dem Bild kommt, weiß ich noch immer nicht! Einen richtig guten Moment mit einem erwähnenswerten Pop Out kann ich zu meiner eigenen Verwunderung nicht aufzählen. Treten die Laserschüsse überhaupt aus dem Bild heraus??? Nein, traurigerweise nicht. Die ganz am Anfang, oben im Text, angesprochene Szene, in der die Kamera Spock von vorne  mit gezogener Waffe zeigt, bietet kein Pop Out, kein Phaser mit Arm, der aus der Leinwand/dem Fernseher hinausragt. Das hätte doch locker drin sein müssen. Im Klartext: Pop Ups sucht man vergebens. Was für eine Schlappe. Erst recht wenn man bedenkt, dass der Vorgänger sogar 3D Schrecksekunden hatte, alles was 3D zu bieten hat, bekam man spendiert, und in Beyond? Das totale Gegenteil. Was für eine peinliche Arbeit da Paramount Pictures abliefern – Mann, ihr könnt das doch sooooooo viel besser.

Fazit: Star Trek liegt auf einem guten Niveau, allerdings bietet der Vorgänger mit Abstand besseres 3D! Das 3D ist und bleibt gescheit und verdient die Schulnote 2, wenn man nur die Tiefe des Bildes bewertet. Im direkten Vergleich mit der Star Wars 3D Blu Ray zieht Star Trek ganz klar den Kürzeren. Das 3D ist für mich dieses Mal eher eine Enttäuschung und dabei hatte ich mich auf einen Referenztitel gefreut!

PS: Und Finger weg von der „Star Trek Beyond inkl. Spaceship“ Edition, das Spaceship ist ein Witz. Paramount Pictures versagen auf dem Gebiet total! Warner Brothers können so etwas um ein vielfaches besser, bestes Beispiel sind BatmanVSuperman und Der Hobbit.

 

Spielfilmlaufzeit: 122 Minuten

Erscheinungstermin: 1. Dezember 2016

 

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

3D Fazit

– nein

nein

– nein

– nein

– nein

– gut

-mangelhaft

-befriedigend / gut

 

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Kommentare (3)

  • Arianto says:Dezember 11, 2016 02:01 pm

    Das ist ja Schade,
    Habe auch den Steelbook mit Lenticular Cover
    Gekauft von CeDe und habe noch nicht gesehen
    und natürlich gehofft das die 3D Applikationen
    gut sein würden .
    Tja Paramount…… .leider hast du dieses mal
    Vergeigt ……..!

    • gause says:Dezember 11, 2016 07:30 pm

      Also ganz ehrlich, ich hätte lieber dein Steelbook in der Sammlung als dieses olle Plastikschiff. Früher hat man so ein Modell aus Metal für 10 D-Mark im Spielzeugladen bekommen.

  • Arianto says:Dezember 21, 2016 04:11 pm

    Habe den Film endlich gesehen und muss sagen, das ich echt enttäuscht bin den 3D Applikationen den, der Film ist viel zu Dunkel gehalten, und es gibt keine Pop- up’s die Differenzierung der bildebene sind nur gerade ausreichend,einfach nur noch enttäuschend,ich werde mir den Film in 2D geben,den die Handlung ist gut zwar Star Trek mäßig aber der weiß zu unterhalten,da konnte Into Darkness besser mit allen Facetten.

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