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Test: Stalingrad 3D Blu-Ray

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Um Missverständnissen vorzubeugen, bei Stalingrad 3D handelt es sich nicht um den bekannten Film von 1992. Dies ist eine neue Produktion aus Jahre 2013.

Die Story: Eine Gruppe russischer Soldaten stellt sich der rücksichtslos vorrückenden deutschen Wehrmacht entgegen, um ein strategisches Gebäude in ihrer zerstörten Stadt zu halten. Dabei kommen sie in Kontakt mit einer russischen Frau, die dort lebt. Die Ausmaße der Schlacht stehen dramatisch im Kontrast zum menschlichen Drama der russischen Soldaten, den wenigen zivilen Überlebenden und den Angreifern auf Stalingrad.

Der Film beginnt mit beeindruckenden Aufnahmen aus dem Kriegsgeschehen, wobei die meisten Szenen bei Dämmerung und Nacht gezeigt werden. Da sollten bei jedem 3D-Fan die Alarmglocken leuten, dunkle Szenen und 3D, das beißt sich meistens. Doch zum Glück kann ich Entwarnung geben, trotz der Widrigkeiten kommt das räumliche 3D überraschend gut zur Geltung. Der Umstand, dass echte 3D Kameras eingesetzt wurden, könnte dabei eine große Rolle spielen, kann ich aber als Laie nicht beurteilen.

Die Special Effects begeistern und haben Hollywoodqualität. Sobald die russischen Soldaten das Haus erreicht haben, in dem sich der größte Teil der Handlung des Films abspielt, bekommt man einen richtigen Blick auf die Schauspieler und die Figuren, die sie verkörpern. Die russischen Schauspieler machen ihre Jobs gut, sie sind glaubwürdig, nicht perfekt, aber die Dialoge sind, zumindest bis Mitte des Films, glaubwürdig.

Die Geschichte zeigt hin und wieder auch die deutsche Seite, auf der Thomas Kretschmann einen Offfizier spielt, der sich in teilweise sehr quälend langweiligen Szenen  immer und immer wieder an einer russischen Frau vergreift. Heiner Lauterbach als gefühlsloser und fanatischer Nazi Oberst leistet gute Arbeit und ist für das deutsche Puplikum ein Gewinn.

Copyright: Sony Pictures

Copyright: Sony Pictures

Pop-Ups / Pop Outs, Dinge, die aus dem Fernseher herausragen, gibt es in dem Film leider kaum. Es gibt Schneeflocken und Szenen, in denen Staub aus dem Fernseher heraus gewirbelt wird, doch auf die überdeutlichen Pop Ups wie z.B. Waffen oder Kugeln, die aus dem TV herauskommen, wartet man vergebens. Aber –  selbst teure Hollywoodfilme versagen ja sogar 2014 bei dieser Disziplin noch immer.

Das zweite Manko des Films sind die Dialoge zwischen den 5 Soldaten, einer Frau und auf der gegenüberliegenden Seite die Gespräche zwischen dem Nazi Offizier und seinem Opfer. Die Dialoge nehmen sehr viel Spielfilmzeit ein und die melancholische Musik tut ihr Übriges. Kommt es dann doch mal zu Kampfszenen, können diese gut überzeugen und man wünscht sich noch ein paar mehr davon.

Da dies eine russische Filmproduktion ist, könnte man annehmen, dass die Soldaten der Roten Armee als edle, perfekte Superhelden gefeiert werden, doch es kommt anders. In mehreren Szenen wird überdeutlich, dass auch die Russen nicht nur supertolle Soldaten waren. Da werden Leute aus den eigenen Reihen erschossen, weil sie Kritik an der eigenen Führung äußern. Ja, das gab es nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei den Russen. Ein Propagandafilm würde das  unter den Teppich kehren.

Fazit: Russland kann 3D. Leider nerven ab Mitte des Films die Dialoge der Figuren. Dennoch, dies ist der erste, ernst zu nehmende 3D Kriegsfilm, dem allerdings mehr Actionszenen gut getan hätten.

Spielfilmlaufzeit: 126 Minuten

Erscheinungstermin: 27. November 2014

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– ja

-nein

– ja

– nein

– nein

– gut

– ausreichend

 

– befriedigend

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