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Test: Rogue One – A Star Wars Story 3D Blu Ray

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Mit viel viel Verspätung jetzt der ausführliche Test: Gestern ist der zweite Star Wars Film in 3D für zu Hause erschienen. Ich bin sehr gespannt auf den Film und vor allem auf die Stereoskopie. Die war bei dem „Vorgänger“ wirklich klasse und ließ das Herz eines jeden  Fans von Star Wars höher schlagen. Die Vorraussetzungen sind gut. Wie  schon bei „Erwachen der Macht“ gab es wieder viele Kinobesucher, die mit dem 3D eher unzufrieden waren. Ich bin gespannt.

Story: Schwere Körperverletzung, Besitz gestohlener Güter, Fälschung imperialer Dokumente – Jyn Erso hat eine Reihe Schandtaten in ihrem Lebenslauf, als sie von den Rebellen angeheuert wird. Andererseits: Der Kampf gegen das Imperium wird nicht mit Samthandschuhen gewonnen, das wissen die Widerstandskämpfer um Mon Mothma. Und außerdem war Jyns Vater Galen Erso maßgeblich daran beteiligt, die neue Superwaffe des Imperiums zu bauen, weswegen sein Insiderwissen und Jyns Verbindung zu ihm wertvoll sind. Insofern ist die undisziplinierte junge Frau, die sich seit ihrem 15. Lebensjahr allein durchschlägt, genau die Richtige für ein Team, das Galen finden und eine Himmelfahrtsmission ausführen soll: Das Imperium will den Todesstern testen und die Rebellen wollen wissen, was genau die Waffe kann – und wie man sie zerstört. Zusammen mit ihrer Gruppe, darunter ihr Aufpasser Captain Cassian Andor, der blinde Krieger Chirrut Imwe und dessen Kumpel Baze Malbus sowie der umprogrammierte Ex-Sicherheitsdroide K-2SO, zieht Jyn los.

Die Geschichte beginnt auf einem Planeten, dessen Oberfläche aus schwarzem Geröll besteht und mich irgendwie an Kohlehalden im Ruhrpott erinnern. Die Imperialen Storm Trooper greifen dort eine junge Familie an, den Ingenieur Galen Erso, seine Frau und seine Tochter Jyn. Die Tiefe des Bildes sieht ganz gut aus, hier und da lässt sie etwas zu wünschen übrig, aber dann kommen wieder Szenen, die einfach richtig „knackig“ in 3D aussehen. Schön scharf und eine gute bis teilweise sehr gute Räumlichkeit. Zwar scheinen auf dem Planeten die Momente die Überhand zu nehmen, in denen die Qualität eher ins befriedigende Mittelmaß fällt, aber der Film hat bereits bewiesen, dass da in Sachen 3D einiges noch kommen kann.

Leider leider ändert sich das Kräfteverhältnis zwischen meist mittelmäßiger 3D Tiefe und guter 3D Tiefe nicht zum Besseren! Egal, ob die Geschichte in einem Raumschiff oder auf einen staubigen Wüstenplantenen mit einer brennden Sonne spielt, die Räumlichkeit bleibt in diesen ersten 50 Minuten eher durchschnittlich. Die meiste Zeit scheint die Luft staubig und nicht glasklar zu sein, das soll sicher der Atmosphäre des Films helfen, aber so richtig Anklang beim 3D hinterlässt das bisher nicht. Dabei schafft es das Team von Lucas Arts immer wieder mal mit klaren, sauberen Szenen eine perfekte Tiefenwirkung zu erzielen. Es geht also doch, nur eben nicht die meiste Spielzeit über. Obwohl die Sonne perfekt auf den Wüstenplanten scheint, hilft es wie sonst üblich nicht die 3D Qualität zu verbessern. Das habe ich so noch nie erlebt. Wie perfekt das 3D in einem Wünstenszenario sein kann, hat Mad Max Furt Road 3D vor ca. 2 Jahren bewiesen. Und wie schon angesprochen, selbst bei Szenen in Raumschiffen oder Gebäuden bin ich etwas enttäuscht von der Bildtiefe. Immer scheint ein Dunst in der Luft zu liegen, ständig stehen die Personen oder Gesichter halb im Schatten, was das 3D erst recht „versaut“. Weil nach zwei schlechten Momenten wieder ein guter „Tiefenmoment“ eintritt, ärgert man sich sogar noch ein bisschen mehr über die dürftige Leistung. Die „miese“ Leistung wird also nicht in jeder Sekunde und jeder Minute erbracht, sondern „nur“ die meiste Zeit über.

Die Kurve kriegt Rouge One eigentlich erst, als es nach ca. 70 Minuten auf einen traumhaften Planeten mit Meer, Strand und Palmen geht. Dort sind die Verhältnisse scheinbar perfekt und nun gewinnen 3D Szenen mit guter bis sehr guter Tiefe die Überhand, wobei auch hier immer wieder Momente eintreten, in denen man sich fragt, was das Absacken der Tiefenqualität soll. Warum konnte man uns nicht mehr von solch scharfen 3D Bildern spendieren? Hatten in der ersten Hälfte von Star Wars noch die schlechten 3D Szenen die Überhand, kehrt sich das Verhältnis jetzt zum Glück um.

Ab diesem Zeitpunkt in der Geschichte kommt es immer öfter und intensiver auch zu Raumkämpfen zwischen X-Wings, Tie-Fightern, Bombern, Sternenzerstörer und wie sie alle heißen. Da geht einem das Herz auf, super scharf, knackige Farben, super Tiefe, ein Traum, man genießt noch mehr das 3D. Und dann ein Cut, und die Qualität liegt wieder nur bei einem „befriedigend bis gut“.

Alles in allem bin ich enttäuscht, was die 3D Tiefe anbelangt. Man hat sicher nicht beim Geld gespart, aber wenn man ständig für schlechte Licht- und Luftverhältnisse sorgt, ist das für mich als Stereoskopiefan nicht schön. Star Wars kann doch 3D, warum denn nicht in diesem Teil auch???

Kommen wir zu den Pop Outs, die Dinge, die aus der Leinwand und dem Fernseher in das heimische Wohnzimmer springen. Ja, Pustekuche, so etwas wie Pop Outs scheinen die Rogue One Jungs nicht zu kennen. Ein paar Mal hatte ich das Gefühl, das Staub und Regentropfen aus der Leinwand treten, aber so ganz sicher bin ich mir dabei nicht. Während „Star Wars Erwachen der Macht 3D“ auch bei diesem Kriterium in der oberen Liga spielte, spielt dieser Spin-Off ganz klar in der Regionalliga. Was für eine Blamage.

Fazit: Wäre nicht die zweite Hälfte des Films in 3D gut, hätte ich die Star Wars Story in der Luft zerrissen. Rogue One ist ganz klar ein Rückschritt für Star Wars in 3D. Wer mich fragt, welcher Star Wars Film in 3D der bessere ist, brauche ich keine Sekunde überlegen, dass ist „Erwachen der Macht“, an dessen 3D Qualität Rogue One absolut nicht herankommt. Es gibt schlechtere Filme, die einen deutlicher beim 3D abzocken wollen, das hier ist alles in allem gutes Mittelmaß, aber ein gut bis sehr gut als Gesamtwertung wird mir hier nicht über die Lippen kommen.

Gut, dass der nächste Film aus diesem Filmuniversum wieder ein regulärer Star Wars Film ist und kein Spin-Off mit mäßigem 3D Erlebnis.

 

Spielfilmlaufzeit: 134  Minuten

Erscheinungstermin: 04. Mai 2017

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

3D Fazit

– nein

– ja

– nein

– nein

– nein

– befriedigend / gut

– mangelhaft

– befriedigend

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Kommentar (1)

  • --shady-- says:Juni 2, 2017 06:21 pm

    Hab schon gespannt drauf gewartet :)..danke für den test..Wie schon gesagt werde ich mir den Kauf nach der Enttäuschung im Kino sparen! Hoffentlich wird Episode 8 vom 3d wieder so geil wie 7😍

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