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Test: Der Marsianer – Rettet Mark Watney 3D Blu Ray

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„Der Marsianer – Rettet Mark Watney 3D Blu Ray“ ist für mich der erste große 3D Film @ Home in diesem Jahr. Klar, dank „Alles steht Kopf 3D“ und „Everest 3D“ gab es schon top Produktionen, die einen Blick wert waren, keine Frage. Aber zumindest bei Everest handelte es sich um einen Film, der in 3D und Dolby Atmos Spaß macht, aber die Story und der lange Aufstieg auf den Berg sind nicht jedermanns Sache, von dem Ende ganz zu schweigen. Matt Damons Marsainer ist für mich das erste große Highlight in diesem Jahr und ich erwarte eine gute 3D Leistung.

Die Story: Während ein gewaltiger Sandsturm die Notevakuierung der NASA-Basisstation auf dem Mars erfordert, wird der Botaniker Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen und man glaubt, er sei ums Leben gekommen. Da der immer stärker werdende Sturm die Landefähre zu zerstören droht, gibt Commander Lewis (Jessica Chastain) schweren Herzens den Befehl, die Suche nach Watney abzubrechen und mit den verbliebenen vier Crewmitglieder zu starten, bevor es zu spät ist.
Aber Watney hat überlebt und versucht nun – vollkommen auf sich allein gestellt – auf dem unwirtlichen Planeten zu überleben. Mit seinem Einfallsreichtum, Überlebenswillen und dem Wenigen, das er hat, findet er einen Weg, der Erde zu signalisieren, dass er noch am Leben ist. Millionen Meilen entfernt arbeiten die NASA und ein Team von internationalen Wissenschaftlern unermüdlich daran, den „Marsianer“ heim zu holen; gleichzeitig planen seine Crewmitglieder eine waghalsige, wenn nicht gar aussichtslose Rettungsmission. Während dieses Vorhaben allen Beteiligten unglaublichen Mut abverlangt, rückt die Welt zusammen, um Watneys Rückkehr sicher zu stellen.

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Der Film ist noch nicht gestartet, da haut mich die Bildtiefe des Hauptmenüs der Blu Ray um. Wie bei den meisten Streifen laufen im Hintergrund verschiedenen Szenen ab, die schon echt klasse aussehen. Also schnell die PLAY Taste gedrückt und los geht es. Ohne viel Bla Bla steigt der Film in die Geschichte auf dem Mars ein und das Team um Botaniker Mark Watney sammelt Gesteinsproben vom Planeten. Sofort fällt die gute 3D Räumlichkeit auf, das Gefühl, von der Couch aufzuspringen und auf der Marsoberfläche zu spazieren zu können, ist omnipräsent. Diese gute Tiefe bleibt einem über den gesamten Film erhalten. Ich würde soweit gegen und von Referenzwerten sprechen! Mit dafür verantwortlich sind die Außenaufnahmen bzw. die Hintergründe vom Mars. Egal ob am Anfang oder am Ende der Story, die per Computer erstellte Marsoberfläche ist den Machern sehr gut gelungen und der 3D Effekt ist erste Sahne. So fällt es einem als 3D Fan auch nicht negativ auf, dass man keine echten 3D Kameras am Set eingesetzt hat. Wie gut den Grafikern der Mars in 3D mit seinen Gebirgen, Hintergründen und Felsen gelungen ist, beweisen der 3D Award der „Advanced Imaging Society“ für den besten Einsatz von nativem, also echtem und ursprüglichem 3D-Material!

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Die richtig gute Tiefe des Bildes kann man auch deshalb so gut genießen, weil auf schnelle Kameraschwenks und Cuts weitgehend verzichtet wird. Das menschliche Auge hat also nicht nur den Bruchteil einer Sekunde Zeit, das gute 3D zu genießen, sondern kann das über viele viele Sekunden hinweg tun. Wie gesagt, schnelle Szenenwechsel sind Mangelware. „Der Marsianer – Rettet Mark Watney 3D“ ist ein Beweis dafür, dass Stereoskopie sich perfekt dafür eignet, Kinofilme mit einem erzählerischen Tiefgang und wenig Action in Szene zu setzen. Hollywood sollte noch mehr solche Filme in 3D produzieren.

Ohne eine lange Rede zu schwingen will ich auf den Punkt der Pop Outs / Pop Ups zu sprechen kommen; denn es gibt fast keine! Den größten Effekt bei diesem Punkt gibt es sofort in den ersten 30 Minuten zu sehen, als ein großer Sturm den Mars heimsucht. Die Astronauten verlassen ihre sichere Unterkunft und gehen nach draußen, wo der Sturm tobt und es stockdunkel ist. In diesem Moment fliegen im Wohnzimmer / Heimkino wahnsinnig viele Staubpartikel umher. Abgesehen von dem Schneesturm bei „Everest“ habe ich solch starke „Staub-Pop Out Effekte“ noch nie gesehen. Und die Atmosphäre, die in dieser gut 10 Minuten langen Szene sich durch den 3D Effekt aufbaut, ist unbeschreiblich. Leider war es das auch schon. Im Laufe der 142 Minuten Spielzeit gibt es keine weiteren Pop Out Effekte mehr. Nur zwei Mal, als die Raumfähre zu sehen ist, sieht man, wie ein kleiner Teil des Raumschiffs aus der Heimkinoleinwand / Fernseher heraustritt, aber der Effekt ist minimal. Auf einer Leinwand fällt das noch auf, aber auf einem 3D Fernseher ist das nur wahrzunehmen, wenn man sich stark darauf  konzentriert. Wenn ich ehrlich sein soll, würde ich diese 2 oder 3 Szenen gar nicht erwähnen, aber es soll ja hier auf der Seite fair und transparent zu gehen 😉 .

Kino/ Der Marsianer - Rettet Mark Watney

Fazit: Der Mix aus nachkonvertierten 3D Material und echten 3D Szenen hat sich ausgezahlt. Eine guter 3D Film, den ich jedem empfehlen kann. Eine super 3D Tiefe mit Referenzwerten. Aber Vorsicht, dies ist kein Action Film!

Spielfilmlaufzeit: 95 Minuten

Erscheinungstermin: 18. Februar 2016

3D Bewertung und Infos
3D Kameras (in 3D gefilmt?)

3D Fehler (Ghosting, etc.)

3D Pop Ups (Schnee, Regen, etc.)

3D Pop Ups (deutliche Pop Ups)

3D Schrecksekunde

3D Räumliche Tiefe

3D Pop Ups

 

3D Fazit

– nein

– nein

– ja

– nein

– nein

– gut / sehr gut

– ausreichend

 

– gut / sehr gut

 

Videotest vom Kinomagazine SPÄTVORSTELLUNG:

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Kommentar (1)

  • Frank Bitterhof says:April 5, 2016 03:08 pm

    Bitte die Fakten richtig sortieren: „Die AIC gab der Produktion mit Matt Damon die Awards für die “beste live-action Stereografie” und den besten Einsatz von nativem, also echtem und ursprüglichem 3D-Material.“

    Aber gerade die Außenaufnahmen fallen NICHT unter diese Kategorie, kann man auf der Webseite von PRIME FOCUS (der Nachkonvertierer schlechthin) – Google!“ – nachlesen und genau hier liegt für mich der Hase begraben.

    Scott und/oder Prime Focus können/wollen/werden nicht begreifen, dass spätestens nach 200 Metern Schluß mit der räumlichen Wahrnehmnung ist und dass echtes 3D dann zwangsläufig 2D ist.

    Die Mars-Landschaften – weil künstlich dreidimensionalisiert – wirken wie eine Miniaturlandschaft von ILM. Das künstliche 3D in diesen Szenen (das echte bei den Indoor-Aufnahmen ist über jede Kritik erhaben) hat für mich den Film stellenweise kaputt gemacht.

    Würde mich freuen, wenn das in entsprechenden Rezensionen auch mal zur Sprache gebracht werden würde.

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