Terminator: Genisys 3D – Das Making Of

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TERMINATOR: GENISYS bedeutet nicht nur die Rückkehr des einzig wahren T-800 Arnold Schwarzenegger, sondern auch ein erneutes ultimatives Effekte-Feuerwerk. Sorgten die spektakulären, neuartigen Computeranimationen in den ersten beiden „Terminator“-Filmen für großes Staunen, setzt Regisseur diese Tradition in TERMINATOR: GENISYS nahtlos fort.

Vor eine besondere Herausforderung wurden die Macher gestellt, als es darum ging, den älteren „Schutzengel“ gegen sein junges Ich aus dem Jahr 1984 antreten zu lassen. Da die Rechte des Original-Films bei einem anderen Studio liegen, durften die Aufnahmen aus James Camerons Meisterwerk nicht verwendet werden. Doch dank modernster Technik und einer cleveren Idee gelang dieses spezielle Vorhaben auf beeindruckende Weise: Denn wenn sich die beiden Arnies mit all ihrer (Waffen-)Kraft bekämpfen, ist einer von ihnen nicht Arnold Schwarzenegger.

In der Rolle des jungen Terminators ist eigentlich der Bodybuilder Brett Azar zu sehen – zumindest, was die Körperpartie unterhalb des Halses angeht. Während des Drehs wurden sein Gesicht und Teile des Oberkörpers mit sogenannten Tracking-Punkten beklebt, damit die Effektekünstler in der Nachbearbeitung am PC Azars Gesichts einfach gegen das bekannte Antlitz Schwarzeneggers aus dem Jahr 1984 austauschen konnten. Das Ergebnis beweist einmal mehr, welche (unsichtbaren) Tricks heutzutage möglich sind. Übrigens: Brett Azar gewann das Casting, bei dem die Körper der Teilnehmer mit dem von Arnold Schwarzenegger aus dem ersten „Terminator“-Film verglichen wurden.

In einigen Szenen war die Action allerdings so abgefahren, dass sie unmöglich von echten Menschen bewältigt werden konnte, weder von Bodybuilding-Action-Superstars noch von erfahrenen Stuntdarstellern. In diesen besonderen Fällen wandte sich die Produktion an Jason Matthews von Legacy Effects (die Firma wurde vom Spezialeffekte-Pionier Stan Winston gegründet, dessen Arbeit man unter anderem auch in früheren „Terminator“-Filmen bewundern kann). Er schuf aus Silikon eine Kopie des extrem muskulösen und durchtrainierten jungen Schwarzeneggers, ausgestattet mit Stahlarmaturen und physiologisch absolut realistischen Gelenken. Dabei griff er auf Abmessungen und Gesichtsformen zurück, die damals für den ersten Film gemacht worden waren. Die Kopie kam immer dann zum Einsatz, wenn die Beteiligung echter Darsteller zu gefährlich erschien, so wie in den Szenen, in denen der ältere Arnold auf sein jüngeres Ich aus dem Jahr 1984 trifft.

Mike Manzel von Legacy Effects und weitere Künstler wurden mit der Aufgabe betraut, auf den heutigen Stand der Dinge gebrachte Versionen des Endoskeletts des T-800 (also des Modells des ursprünglichen Terminators) zu erschaffen. Moderne Maltechniken und neue Substanzen für die Struktur (Epoxydharze, Kunstharze) machten die Gerippe leichter als zuvor, Oberflächeneffekte ersetzten das Verchromen, das 1984 beim T-800 angewandt worden war. Die Entwicklung des abschließenden Helden-Endoskeletts beanspruchte eine Crew von 15 Künstlern etwa einen Monat lang und bestand letzten Endes aus 260 Einzelteilen, die allesamt von Hand angefertigt wurden. Dank fortschrittlicher Techniken wie eines 3D-Druckers konnten Duplikate auf deutlich einfachere Weise hergestellt werden, als es noch vor 30 Jahren möglich war – manche der Teile beanspruchten allerdings eine Druckzeit von 48 Stunden und wurden mit viel Liebe zum Detail fertiggestellt.

In den fulminanten Actionszenen nimmt Regisseur Alan Taylor keine Rücksicht auf materielle Verluste. Wenn etwa der T-800 auf der Golden Gate Bridge dem gelben Schulbus hinterherjagt, in dem Sarah Connor und Kyle Reese um ihr Leben fürchten, verlangte das den maximalen Einsatz der Effektschmieden von Industrial Light & Magic und weiterer Studios. Wie wahnwitzig diese Sequenz und das Aufeinandertreffen beider T-800-Modelle auf der großen Leinwand wirken, können die Zuschauer ab heute endlich im Kino sehen!

Zur Einstimmung auf einen aufregenden Kinoabend gewährt das Making Of grandiose Einblicke hinter die Kulissen.

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