Resident Evil: The Final Chapter 3D – Ausführliches Interview mit Paul W.S. Anderson, warum seine 3D Crew mit 2D Kameras drehte

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Mit „Resident Evil: The Final Chapter 3D“ wird die Verfilmung des gleichnamigen Konsolengames abgeschlossen. Von Anfang an waren die Resident Evil Filme eine sichere Sache, wenn es um gutes 3D ging. Ich selbst bin kein Fan von Horrorfilmen, aber weil die Macher auf echte 3D Kameras an den Sets setzten, konnte ich nicht widerstehen und musste mir die Filme ansehen. Auch der letzte Teil der Serie erscheint wieder in 3D, doch zum ersten Mal verzichten die Produzenten und das Studio auf 3D Kameras. Eigentlich ein Skandal, ausgerechnet Resident Evil sagt nein zu 3D Cams? Dank des aufmerksamen Lesers „Rafunzel“, der mich auf dieses Thema hingewiesen hat, gibt es eine Antwort auf die Frage, warum zum Teufel man auf 3D Kameras verzichtet hat.

Regisseur Paul W.S. Anderson, der seit Beginn der Filmserie dabei war bzw. noch immer ist, sprach mit Collider.com über das 3D Thema und was 3D Fans vom finalen Teil erwarten dürfen: „Es gibt so gut wie keine Zeitlupen, so dass die Actionszenen gewissermaßen knochbrechend schnell und intensiv sein werden … dies ist das erste Mal, dass ich eine 3D Conversion (Umsetzung, Anm. d. Verf.) gemacht habe“.

Die Kameras von Avatar wurden bei Resident Evil verwendet: „…wir haben genau genommen die Kameras vom Avatar Set genommen, so war Resident Evil: Afterlife war der erste native 3D Film, der nach Avatar veröffentlicht wurde. Ich habe immer in native (Original 3D, Anm. d. Verf.) gedreht, weil ich nie das Gefühl hatte, dass die Technologie von Conversions gut genug war, so dass ich nie eine Conversion machen wollte. Heute bin ich zu dem Punkt gekommen, wo ich es machen könnte. Aber was ich gemacht habe, ist, dass ich meine 3D Crew zum Filmen benutzt habe. Während sie also in 2D filmten, wurde es mit dem Wissen gedreht, wie man gute 3D Einstellungen schießt“.

Die Größe der 3D Kameras war ein Problem bei The Final Chapter: „Ich bin mir sicher, du warst schon mal an Filmsets, wo sie mit 3D Kameras gedreht haben, die sind riesig, weil es zwei Kameras sind mit einem Computer dabei. Und du musst sie die meiste Zeit auf einen Kran setzen … da ist man bei seiner Arbeit schon sehr eingeschränkt“.

Gerade weil in The Final Chapter  auf schnelle Action viel Wert gelegt wird und man fast ganz auf Slow Motion Szenen verzichten möchte, sprach alles für 2D Kameras.

„Ich wollte die Kameras in Positionen haben, die ich nie mit einer 3D Kamera bekommen hätte. Weißt du, sie sind oben, sie sind unten, sie sind direkt in deinem Gesicht. Sie sind dieses Mal wirklich in Action, in Bewegung um es für die Zuschauer intensiver zu machen, wie ich es mit 3D Kameras nie geschafft hätte. Es wird eine außergewöhnliche 3D Erfahrung werden …“ .

Legend 3D übernehmen die 3D Umsetzung. Deren Mitarbeiter sind normalerweise gewöhnt, 2D Material in 3D umzuwandeln, bei deren Aufnahmen man nie 3D im Kopf hatte. Bei Resident Evil ist das genau umgekehrt, das 3D hatten die Kameraleute immer im Hinterkopf: „Sie meinen, dass es atemberaubend aussieht. Sie sind es gewöhnt, dass Menschen 2D Filme drehen und sie bekommen es und machen daraus einen schlechten 3D Film weil bei den Aufnahmen nicht an das 3D gedacht wurde. Dies ist das erste Mal, dass eine 3D Crew einen 2D Film gedreht hat … die Tiefe wird phantastisch sein“.

Das klingt sehr interessant!

Das gesamte Interview gibt es bei Collider.com .

 

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